Ratgeber · Stand 29. Oktober 2026

Google-Unternehmensprofil optimieren: die Checkliste für Betriebe in Krefeld

Wer in Krefeld nach einem Friseur, einem Handwerker oder einem Restaurant sucht, sieht meist zuerst das Google-Unternehmensprofil: Adresse, Öffnungszeiten, Fotos, Bewertungen. Für viele Betriebe ist das die eigentliche Visitenkarte, noch vor der Website.

Das Profil ist kostenlos, aber es will gepflegt sein. Die folgende Checkliste orientiert sich an den Richtlinien, die Google selbst für Unternehmensprofile veröffentlicht (support.google.com/business). Diese Regeln können sich ändern. Schauen Sie dort im Zweifel nach dem aktuellen Stand.

Der Name: genau so, wie Sie auftreten

Tragen Sie den Namen ein, unter dem Ihr Betrieb im Alltag tatsächlich auftritt: so, wie er auf dem Schild, auf der Rechnung und im Impressum steht. Zusätze wie Branche, Stadt oder Angebote gehören nicht in den Namen. Aus „Müller Haarstudio“ wird nicht „Müller Haarstudio Friseur Krefeld günstig“.

Das wirkt verlockend, widerspricht aber den Richtlinien und kann dazu führen, dass Google die Änderung zurücknimmt oder das Profil sperrt. Wofür Sie stehen, zeigen Kategorie, Beschreibung und Leistungen.

Kategorien: eine Haupt- und passende weitere

Die Hauptkategorie sagt Google, was Ihr Betrieb im Kern ist. Wählen Sie die, die Ihr Geschäft am genauesten beschreibt, nicht die breiteste. Ein Restaurant mit Schwerpunkt Pizza wählt eine dazu passende Restaurant-Kategorie, nicht einfach ein allgemeines „Lokal“.

Weitere Kategorien ergänzen, was Sie zusätzlich tatsächlich anbieten. Tragen Sie nur ein, was auf Sie zutrifft. Mehr Kategorien sind nicht automatisch besser, sie sollten schlicht stimmen.

Öffnungszeiten, auch an Feiertagen

Falsche Öffnungszeiten verärgern Kunden am meisten: Jemand fährt hin und steht vor verschlossener Tür. Prüfen Sie die regulären Zeiten und tragen Sie Abweichungen ein, etwa an Feiertagen, Brückentagen oder bei Betriebsferien.

Google bietet dafür gesonderte Öffnungszeiten für einzelne Tage an. Legen Sie sich vor Feiertagen einen festen Termin, um das Profil zu aktualisieren. Dasselbe gilt für Ihre Website und Ihre Social-Media-Kanäle: Die Angaben sollten überall übereinstimmen.

Leistungen, Speisekarte und Beschreibung

Nutzen Sie die Felder, die Google für Ihre Branche anbietet: Leistungen, Produkte, bei Gastronomie die Speisekarte. Beschreiben Sie nüchtern, was Sie anbieten, in ganzen Sätzen und ohne Übertreibungen oder Werbeparolen.

In die Unternehmensbeschreibung gehören Informationen, die einem neuen Kunden bei der Entscheidung helfen: was Sie machen, für wen, was Sie auszeichnet. Telefonnummern, Links und Preisaktionen haben dort nichts verloren.

Fotos: eigene, aktuelle, echte

Laden Sie eigene Fotos hoch: Außenansicht und Eingang, damit man Sie findet, den Innenraum, Ihr Team, Ihre Arbeit, Ihre Produkte. Stockfotos und Bilder von fremden Seiten gehören nicht ins Profil und täuschen Kunden.

Achten Sie auf Aktualität. Nach einem Umbau oder einer neuen Speisekarte sollten die Bilder nachziehen. Wenn Mitarbeiter oder Gäste erkennbar sind, brauchen Sie deren Einwilligung.

Bewertungen: erbitten und alle beantworten

Zufriedene Kunden schreiben selten von selbst eine Bewertung. Bitten Sie freundlich darum, am besten direkt nach dem Besuch, mündlich oder mit dem Link zu Ihrem Profil, den Google bereitstellt.

Google untersagt es ausdrücklich, Bewertungen zu kaufen, zu fälschen oder gegen eine Gegenleistung wie Rabatt oder Freigetränk einzusammeln. Auch das gezielte Aussortieren, indem nur vermutlich zufriedene Kunden zur Bewertung eingeladen werden, ist laut Richtlinien problematisch. Verstöße können dazu führen, dass Bewertungen entfernt werden und das Profil gefährdet ist.

Beantworten Sie alle Bewertungen, auch die schlechten. Bedanken Sie sich bei positiven kurz und persönlich. Bei Kritik bleiben Sie sachlich, entschuldigen sich, wo es angebracht ist, und bieten ein Gespräch an. Die Antwort liest nicht nur der Verfasser, sondern jeder künftige Kunde.

Beiträge im Profil

Mit Beiträgen können Sie Neuigkeiten, Aktionen oder Veranstaltungen direkt im Profil zeigen. Das muss nicht täglich sein. Wichtiger ist, dass das Profil nicht verlassen wirkt. Ein kurzer Beitrag zu einer neuen Karte oder zu geänderten Zeiten reicht.

Service-Gebiet oder Standort?

Haben Kunden Ihren Betrieb vor Ort, etwa im Ladengeschäft oder Restaurant, zeigen Sie die Adresse. Fahren Sie dagegen zu den Kunden, wie viele Handwerker, können Sie die Adresse ausblenden und stattdessen ein Service-Gebiet festlegen, etwa Krefeld und umliegende Orte.

Tragen Sie keine Adresse ein, unter der Sie nicht tatsächlich erreichbar sind. Briefkastenadressen, Co-Working-Anschriften ohne eigene Präsenz und erfundene Standorte sind laut Google nicht zulässig.

Verifizierung und Duplikate

Erst nach der Verifizierung, meist per Code oder Video, gehört das Profil Ihnen und kann in vollem Umfang gepflegt werden. Wenn es zu Ihrem Betrieb schon ein Profil gibt, das Sie nicht verwalten, lohnt es sich, die Inhaberschaft anzufordern.

Prüfen Sie außerdem, ob es mehrere Einträge für denselben Standort gibt, etwa durch einen früheren Inhaber oder einen Umzug. Doppelte Profile verwirren Kunden und Google. Sie lassen sich als Duplikat melden. Alte Einträge nach einem Umzug markieren Sie als dauerhaft geschlossen oder verlegt.

Selbst machen oder machen lassen?

Die meisten Punkte dieser Liste erledigen Sie an einem Nachmittag selbst, und das Profil ist kostenlos. Schwierig wird es meist an zwei Stellen: bei der Regelmäßigkeit (Bewertungen beantworten, Zeiten anpassen, Fotos nachliefern) und bei Sonderfällen wie Duplikaten oder gesperrten Profilen.

Wenn Sie dafür im Alltag keine Zeit haben, können wir die Pflege übernehmen. Wenn Sie es selbst tun können, brauchen Sie uns nicht.