Ratgeber · Stand 29. Oktober 2026
Social Media für Restaurants: 12 Videoideen für TikTok und Instagram
Ein Restaurant hat mehr Stoff für Videos, als es meist glaubt: Es wird gekocht, geschnitten, serviert, gelacht. Das Problem ist selten die Idee, sondern der Mut zum ersten Video und die Zeit im Tagesgeschäft.
Die folgenden zwölf Ideen brauchen kein Studio. Ein aktuelles Smartphone, eine saubere Linse und etwas Tageslicht genügen für den Anfang. Wie viele Menschen ein Video sehen, lässt sich nicht vorhersagen und hängt von vielem ab. Sicher ist nur: Wer nichts zeigt, wird nicht gesehen.
Ideen aus der Küche
1. Zubereitung in Kurzform
Ein Gericht vom Rohprodukt bis zum Teller, in Schnitten, ohne lange Erklärung. Filmen Sie von oben auf die Arbeitsfläche oder in Brusthöhe auf die Pfanne. Wichtig ist der letzte Moment: das Anrichten.
2. Mise en place
Die Vorbereitung vor dem Service sieht für Gäste ungewohnt aus: Reihen von geschnittenem Gemüse, vorbereitete Saucen, gefüllte Behälter. Das zeigt Sorgfalt, ohne dass Sie etwas behaupten müssen.
3. Das Tagesgericht
Jeden Tag ein kurzes Video zum Gericht des Tages, möglichst immer in gleicher Form. So entsteht ein wiedererkennbares Format, und Stammgäste wissen, wo sie nachsehen können.
4. Vorher und nachher
Ein leerer Teller und dann das fertige Gericht, ein leerer Gastraum und dann gedeckte Tische, eine Zutat und das Ergebnis. Der Wechsel ist die Pointe.
Ideen mit Menschen
5. Das Team stellt sich vor
Name, Aufgabe, ein Lieblingsgericht, in zehn bis zwanzig Sekunden. Gäste kommen gern zu Menschen, die sie schon einmal gesehen haben. Es braucht aber die ausdrückliche Zustimmung jedes Beteiligten.
6. Ein Tag im Restaurant
Von der Lieferung am Morgen bis zum Abschluss am Abend in einzelnen Szenen. Das zeigt den Alltag, den Gäste sonst nicht sehen.
7. Reaktionen von Gästen
Die erste Kostprobe eines neuen Gerichts, eine Geburtstagsüberraschung am Tisch. Solche Szenen wirken, sind aber nur mit Einwilligung der gefilmten Gäste möglich. Mehr dazu weiter unten.
8. Antworten auf häufige Fragen
Gibt es vegetarische Gerichte? Kann man reservieren? Wie ist es mit Allergenen? Beantworten Sie eine Frage pro Video, direkt und kurz. Die Fragen kennen Sie aus dem Alltag, Sie müssen sie nicht suchen.
Ideen zu Herkunft und Planung
9. Lieferanten und Herkunft
Wenn Sie bei einer Bäckerei, Metzgerei oder einem Gemüsehändler aus der Region einkaufen, zeigen Sie den Betrieb, nachdem er zugestimmt hat. Sagen Sie nur, was stimmt: Behauptungen wie „alles frisch“ oder „alles regional“ sollten Sie nur machen, wenn sie belegbar sind.
10. Neues auf der Karte
Ein neues Gericht, eine Saisonkarte, ein Aktionstag. Zeigen Sie, was, wann und wo, und nennen Sie Zeiten und Adresse im Text.
11. Ein Blick hinter die Kulissen
Spülküche, Kühlhaus, Teigruhe: Was ordentlich ist, wirkt glaubwürdig. Zeigen Sie nur, was Sie auch zeigen wollen.
12. Der Wochenplan
Kein einzelnes Video, sondern eine Struktur: Montag Tagesgericht, Mittwoch Team, Freitag neue Karte. Ein fester Rhythmus nimmt Ihnen die tägliche Entscheidung ab und macht das Dranbleiben leichter.
Einwilligung und Musik: was Sie beachten sollten
Das Folgende ist eine allgemeine Orientierung und keine Rechtsberatung. Lassen Sie sich bei Unsicherheit individuell beraten.
Wer auf einem Video erkennbar ist, hat in der Regel Rechte am eigenen Bild. Holen Sie die Zustimmung von Gästen vor dem Filmen ein, die von Mitarbeitern nachweisbar, am besten schriftlich. Mitarbeiter sollten wissen, wofür das Material verwendet wird und dass sie später widerrufen können. Bei Kindern sind die Eltern zu fragen. Wer nicht gefilmt werden möchte, bleibt außerhalb des Bildes.
Auch bei Musik gilt: Nicht alles, was in einer App zur Auswahl steht, darf von Betrieben genutzt werden. Die Plattformen unterscheiden zwischen privaten Konten und Unternehmenskonten und bieten Unternehmen oft nur ausgewählte Musik an. Lesen Sie die aktuellen Bedingungen der Plattform oder nutzen Sie Musik, deren Verwendung ausdrücklich erlaubt ist. Das Radio im Hintergrund ist keine gute Lösung.
So fangen Sie an
Wählen Sie zwei oder drei Ideen, die in Ihrem Alltag kaum Aufwand machen, und drehen Sie probehalber ein paar Videos. Stellen Sie das Smartphone ruhig auf, achten Sie auf einen sauberen Hintergrund und auf Ton, den man versteht. Schreiben Sie in die Beschreibung Ort, Zeiten und Kontakt.
Selbst machen oder machen lassen?
Mit Smartphone und etwas Übung können Sie die meisten dieser Videos selbst drehen. Die Hürde liegt meist woanders: Themen regelmäßig finden, schneiden, texten und veröffentlichen, und das mitten im Service.
Wenn Ihnen dafür die Zeit fehlt, können wir Planung, Dreh und Schnitt übernehmen. Sie geben jedes Video frei, bevor es online geht. Wenn die Zeit da ist, sind Sie mit eigenen Videos gut aufgestellt.