Ratgeber · Stand 29. Oktober 2026

Website für Ihren Betrieb: 10 Dinge, die nicht fehlen dürfen

Eine Website für einen regionalen Betrieb muss nicht groß sein. Sie muss die Fragen beantworten, mit denen Besucher kommen: Was bieten Sie an, wo finde ich Sie, wann haben Sie offen, wie erreiche ich Sie. Wer das in wenigen Sekunden findet, bleibt. Wer suchen muss, geht.

Diese zehn Punkte können Sie an Ihrer bestehenden Seite abhaken, oder sie dienen als Vorgabe für eine neue. Gehen Sie dabei am besten mit dem Blick eines neuen Kunden vor: Öffnen Sie die Seite auf dem Handy, tun Sie so, als kennten Sie den Betrieb nicht, und notieren Sie, wo Sie ins Stocken geraten. Genau dort verlieren auch echte Besucher den Faden.

1. Sie funktioniert auf dem Handy

Viele Menschen suchen unterwegs nach einem Betrieb in der Nähe. Öffnen Sie Ihre Seite auf dem eigenen Smartphone: Ist der Text lesbar, ohne zu zoomen? Lassen sich Knöpfe mit dem Daumen treffen? Muss man seitlich scrollen? Wenn nicht, ist das der erste Punkt, den Sie ändern.

2. Der Kontaktweg ist sofort sichtbar

Telefonnummer, E-Mail oder Formular gehören an eine feste Stelle, ohne dass man danach suchen muss. Auf dem Handy sollte ein Tipp auf die Nummer den Anruf starten. Nennen Sie nur Kanäle, die Sie auch beantworten.

3. Adresse und Öffnungszeiten stimmen

Adresse, Anfahrtshinweis, Öffnungszeiten und Besonderheiten wie Feiertage stehen gut auffindbar auf der Seite. Sie müssen mit dem Google-Profil und den Social-Media-Kanälen übereinstimmen. Widersprüche kosten Vertrauen.

4. Impressum und Datenschutzerklärung sind vorhanden

Geschäftsmäßige Websites in Deutschland brauchen in aller Regel ein Impressum und eine Datenschutzerklärung. Beide sollten von jeder Seite aus leicht erreichbar sein, üblich ist die Fußzeile.

Die Inhalte hängen von Ihrem Betrieb und den Diensten ab, die Ihre Seite nutzt, etwa Kontaktformular, Karten oder Analyse-Werkzeuge. Dies ist ein allgemeiner Hinweis, keine Rechtsberatung: Lassen Sie Ihre Rechtstexte individuell prüfen, zum Beispiel durch eine Anwältin, einen Anwalt oder einen darauf spezialisierten Dienst.

5. Die Seite lädt zügig

Eine Seite, die lange lädt, verliert Besucher, bevor sie etwas gelesen haben. Häufige Ursachen sind zu große Bilder, viele Schriftarten und unnötige Zusatzprogramme. Testen Sie die Seite im Mobilfunknetz, nicht nur im WLAN, und nutzen Sie die kostenlosen Prüfwerkzeuge von Google als Anhaltspunkt.

6. Echte Fotos statt Stockbilder

Zeigen Sie Ihren Betrieb, Ihr Team, Ihre Arbeit und Ihre Produkte. Kunden wollen wissen, wohin sie kommen und wen sie treffen. Stockfotos von lächelnden Fremden sagen nichts über Sie. Beachten Sie auch hier die Einwilligung abgebildeter Personen.

7. Ihre Leistungen sind klar benannt

Was bieten Sie an und was nicht? Ein Besucher sollte nach wenigen Zeilen wissen, ob er richtig ist. Benutzen Sie die Wörter, mit denen Kunden suchen, und vermeiden Sie Fachbegriffe, die nur Ihre Branche versteht. Eine eigene Unterseite je Hauptleistung hilft Besuchern und Suchmaschinen.

8. Belege und Referenzen sind echt

Zeigen Sie nur Arbeiten, die Sie tatsächlich gemacht haben, und nur Kundenstimmen, die es wirklich gibt und die Sie veröffentlichen dürfen. Erfundene oder gekaufte Bewertungen sind unlauter und gefährden das Vertrauen. Bei Referenzen mit Namen oder Firmenlogo fragen Sie vorher nach.

9. Das Google-Profil ist verlinkt

Verlinken Sie Ihr Google-Unternehmensprofil, etwa mit einem Hinweis auf die Bewertungen oder den Routenplaner. Umgekehrt gehört die Adresse Ihrer Website ins Profil. So finden Besucher von beiden Seiten zueinander.

10. Es gibt ein einfaches Anfrageformular

Nicht jeder möchte anrufen, vor allem außerhalb der Geschäftszeiten. Ein kurzes Formular mit wenigen Feldern senkt die Hürde. Fragen Sie nur ab, was Sie wirklich brauchen, erklären Sie kurz, was mit den Daten passiert, und antworten Sie in angemessener Zeit.

Selbst machen oder machen lassen?

Viele dieser Punkte können Sie mit einem Homepage-Baukasten selbst umsetzen, wenn Sie sich die Zeit nehmen und Freude daran haben. Es kommt auf Inhalte an, nicht auf Technik: gute Fotos, klare Texte, richtige Angaben.

Wenn Sie lieber im Betrieb stehen, übernehmen wir Konzept, Gestaltung und Umsetzung, und Sie geben alles frei, bevor es online geht. Rechtstexte lassen Sie in jedem Fall individuell prüfen.